_Synismus®

Malerei und Musik

Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Philosophen, Künstler und Wissenschaftler mit dem Phänomen der gleichen Schwingungsfrequenzen von Licht, dem Farbspektrum und Tönen. Auch mich hat es gereizt, diesem Faszinosum mit meinen künstlerischen Mitteln Ausdruck zu geben.

Das Ergebnis sehen Sie in meinen zwölf Klangbildern, die in den Jahren 1999 bis 2001 in einer gemeinschaftlichen Arbeit mit dem Bonner Musiker und Komponisten Holger Mantei entstanden sind. In ihnen zeigt sich die Symbiose von Malerei und Musik.

Holger Manteis Kommentar zu den Klangbilder-Kompositionen und seiner dazugehörigen »CD Colours«

Link zu Holgers Seite: www.holgermantei.de

"Während meiner Reisen in der Jugend stieß ich schon früh auf den Bezug von Farben und Tönen. Cousto s »Die Kosmische Oktave« und Joachim Ernst Berendts »Nada Brahma« lehrten mich viel über Schwingungsverhältnisse und deren Bezüge zueinander. Die moderne Physik trug ihren Teil dazu bei.

Aus ganzheitlicher Sicht materialisieren sich die gleichen Urenergien immer wieder in verschiedenen Formen. Unser Vermögen, in Analogien zu denken, führt uns zum Erkennen von Entsprechungen auf allen Ebenen des Lebens, auch zu solchen von Farben und Tönen. Auge und Ohr, männlich und weiblich, verschmelzen - so hoffen wir - in unseren Klangbildern.

Als Sylvia mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, an einem gemeinsamen Projekt mit dem Thema »Farben und Töne« zu arbeiten, war ich direkt begeistert und ging sogleich für einige Zeit mit dem Klavier in Klausur. Herausgekommen sind 12 Stücke in 12 Tonarten. Gemäß unseres westlichen, wohltemperierten Tonsystems habe ich mir für den Ton C - der Farbe Grün entsprechend  die Tonart C-Dur Ionisch als Zentrum der Komposition ausgewählt, mich aber mit der Freiheit aller in Bezug zu C-Dur stehenden möglichen Modulationen, Verwandtschaften und Entsprechungen ausgestattet.

Die Übergänge sind fließend, lediglich unser Gehirn muss einen groben Filter einsetzen, um uns zu bewusster Wahrnehmung zu verhelfen. In einem Ton schwingen viele Obertöne, in einer Farbe viele Farbtöne des Lichtes. Daraus projizieren wir unsere Formen und Wahrnehmungen. So wie Sylvias Bilder zu einem Farbzentrum verlaufen, zeigen meine Kompositionen viele Wege zu einem tonalen Zentrum.

Die Zusammenarbeit mit Sylvia hat mir sehr viel Freude gemacht. Die Klangbilder sind das Ergebnis unseres künstlerischen Austausches. Ich hoffe, dass viele Menschen von diesem Thema und unserer gemeinsamen Arbeit inspiriert werden".